Gesäht


Ein Wald aus Metaphern und leiser Saat,
Begangen durch ein Bild des Pilgers.
In der Ferne schwere dunkle Kühle naht,
Doch zurzeit schlägt sich das Wetter milder.

Halbgrau Substanz trägt der Augen Schein,
Sehen den Tag, erschlagen der Nächste.
In unseren Geisteszentrum ein heiliger Schrein,
Doch einsam eine Seele trägt es.

Als die Schritte verklingen zwischen Ast und Laub,
Sein Blick das grüne Ovarium streift.
Ein Anblick, der den Kopf dem Atem raubt,
Ein kleiner Samen, der nach den Sternen greift.

Ein Keim aus Leben, um zu schöpfen,
Zu Durchdringen das umkreisende Dunkel.
Auszutreiben die Routine aus allen Köpfen,
Ein Wesen, das lehren kann und will.

Auch der Wanderer ging den Weg dorthin
Und wähnte aller seiner Leben
Mit Pathos, Rhetorik und Wortessinn,
Und hoffte darauf, einen Sinn zu weben.

So maßen sich der Weisheit Größen
An dem Problem, was Generationen betraf,
Um die Seele der Welt zu trösten,
Wenn nicht jedes Problem ein neues warf.

Zum Ursprung gelant, doch niemand sieht es.
Die Wahrheit zu groß für Menschenhorden.
Eine Welt vom Boden eines Siebes,
Die stehlen, hehlen und ermorden.

Dunkle Zweige knacken im Wald,
Der Vögel Zwitschern vergeht im Wind.
Auch wenn die Wahrheit durch ihre Kehlen schallt,
Kein Wort durch den menschlichen Geiste rinnt.



 
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