Speicher der Isolation


Seit dem ersten Licht aus Menschenmacht,
Der erste Altar unwissender Primaten
Keine Zweifel am Tun die Menschheit erbracht,
Diese Handlungsfreiheit von ihrem Gotte selbst beschafft,
Eine Freiheit, das Wort, geschaffen zu entarten.

Schon bald der Gedanke nach Schutz die Freiheit beschränkt,
Ummauert, gefesselt, in heiler Welt.
Das fehlende Vertrauen der Menschen Götter kränkt
Und Zeit sich über die Dächer wällt.

Die Hochkulturen dieses Menschenseins
Den niedersten Waldvölkern im Sinne gleichen.
Alle suchen den Schutz des festen Gesteins
Oder vergraben hinter Wällen aus Eichen.

Der Schauplatz von soviel Freude und Leid,
Der Beginn und Grund für Wohlstand und Frieden.
Der Wall ein Symbol, zum Zurückschlagen bereit,
Doch kennt er den Grund, weshalb sich die Wesen bekriegen?

Wird abgetragen, als Denkmal erhoben,
Neu erbaut und zerstört durch Kanonen.
Ein Gedanke, zur fester Materie gewoben,
Irdener Fels, zu Staub zerstoben.

Die Idee dahinter schwindet nie,
Zuflucht zu finden und sicher zu schlafen.
Er in den Bunker voll Hoffnung fiel,
Aus Angst, man würde ihn draußen mit Peitschen bestrafen.

Hinter dicken Mauern, eisernen Wehren
Die Handlungen der Geschichte zirkelnd spielen.
In Hoffnung, die Realitäten auszusperren,
Die Zeiten diese Bastion in Nebeln umfließen.

Der unwissende steht vor dem Stein und ahnt,
Doch nichts berührt das seiend Gewesene.
Wie an einem pulvrig weißen Strand,
Über den vom Tsunami Verwesenden.

Die Metapher, das Symbol des Walles, verborgen
Hinter Kulissen aus Steinen und Staub.
Niemand hat es ohne die Bezüge geborgen
Und es steht unbeachtet und doch gebraucht.

Der Gedanke an Sicherheit des Menschen Herz beherrscht,
Die Mauer als Manifestation von Macht.
Eingeschlossen die Waffen seiner Freiheit schärft,
Mit welch Enthusiasmus er mit seinen Zinnen die Freiheit erschafft.



 
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