Realitätsschlamm


Aus dem Dunkel geschaffene Partikel zum Mosaik,
Chaos diese Welt regiert.
Vater der Welt, sie der Pentamon im Schlafe wiegt
Und Ordnung bringt, das Puzzle entwirft.

Der Temporale an ehernen Kausalitäten nagt,
Materie, zwischen Zeit und Sein zerrissen,
Fliegt durch den Raum, Unruhe ihn plagt,
Und doch blind durch Lüge, ohne der Wahrheit Wissen.

So schon ewig, so noch immer,
Gefangen im Multiversum Plurial.
Die Ebenenverstrickung kumuliert jetzt schlimmer,
Gebrochene Flächen entlang dem Zeitenstrahl.

Durch sie fällt, verwirrt, gestrandet,
Ein Individuum, nach Ordnung schreiend.
Das Chaos gegen seine geistigen Barrieren brandet,
Laufend, rennend, an keinem Ort verweilend.

Durch das Leben gestolpert, Wahrheit gesucht,
Auf ewig alleingelassen, gedemütigt, verstoßen.
Auf einer Welt verloren und bindend verflucht,
Sieht das Leben selbst als Stachel an seiner Rose.

Zwischen Galaxien, verloren in anderer Zeit,
Keine Hoffnung auf Rettung, durch Zufall gestreut.
Geworfen aus dem Heiligtum, der Wahrheit geweiht,
Hoffnung seit Dekaden sein Leben erfreut.

Doch Hoffnung vergeben, durch Böses gesät,
Quält ihn, peinigt, tötet ihn fast.
Sein Leben lang in sozialer Gesellschaft gelebt,
Nun hat ihn der Strudel des Chaos erfasst.

Frisst in Galaxien, verschlingt Materie,
Naturkonstanten wie Flöhe springen.
Mit einer düstern leuchtenden Galeere
Sie sein selbst erfassten und bezwingen.

Er ist schon nun noch nur wenig Mensch,
Sein Ich vielfach gespalten und zerstückelt.
Durch tiefen Gedankenurwald gekämpft,
Doch verloren aus der Realität gerückt.

So lebt er nun, fast Tier, fast Geist,
Sein Denken beherrscht von Funken, Hoffnung und Gier.
Durch die Zeit gefallen und vergreist,
Doch ist dies Wesen wirklich weniger als wir?




 
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