Odysseus


Der Fluten Wellen, beringt in Blau,
Stetig gegen den Strand zu branden.
Ein Patriarch des Lebens, sanft und rau,
Auf den Gischten schwankend wandeln.

Wie die Zeit im Wandel, so die Wellen fluten,
Beständige Uhr, plasmatisch schwingend.
Erträgt er des Volkes dauerndes Wuten,
Periodisch einsam wingen klingen.

Ein Herr, ein Chronos, ewig herschend
Über Zeit das Meer und weltlichen Tant.
Ewig ordnend, stets verwerfend,
Gefangen am eigenen seelischen Strand.

Odysseus, seines Reiches Herr
oder beherscht von höherer Macht?
Der Druck, dem Patriarchen zunehmend schwer,
Die er vergeht in trüber Nacht.

Und Odysseus starb, zerfetzt, geplittert,
Fiel zurück in tausend Leben.
Ein Beben die manifeste Welt erschüttert,
Während tausen Leben ewig unsre Zukunft weben.

Eine scheußlich wunderbare Kakophonie,
Geschöpft aus falscher Metapher gesponnener Mythen.
Halte nicht inne, folge dem Weg, ahne und flieh!
Und lasse hinter dir die Wesenheiten wüten,
Welche die Ziet aus dem Intefferenzenmeere spie.

Das Meer, die Zeit, die edlen Gesellen,
Die herrlich verschrobene Entität.
Das ewig bestehende Ticken der Wellen,
Wo sich Feuer, Erde und Luft vermählt.

Aus eisiger Kluft, feurigem Tempel
Dies Wechselwesen das Land betritt.
Jeder Schritt unter ihm gleicht sakralem Stempel,
Außerhalb der Augen der Menschen schritt.

Doch was starb, war nur das Bild,
Gesponnen aus Wasser unruhiger Wellen.
Mit all der Macht, die wir ihm gewillt,
Der Tod nur eine seiner Vielzahl quellen.

Nach seinem großen Himmelssturz
Die Rückkehr in Stolz und Entropie
Hält er die Leben doch nur kurz,
Bevor er zerquetscht in infantiler Hedonie.

Das Meer, die Zeit, der Daseinsdieb
Odysseus Namen verachted spielt.
Die Schmach, des Menschen Wahrnehmungssieb,
Den Mensch in Sicherheiten wiegt.

Beheerscht durch diesen Charakter der Welle,
Sich biegt, ob der Verzweiflung bricht.
Dann öffnet freiwillig des Todes Schwelle.
Was ist dies gegen der Realität Gewicht?



 
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