Dämonenhimmel


Ein Wesen steigt zu uns herauf,
hervorgebracht aus kargem Schlund.
Um es herum nur flammender Rauch,
steigt es zu uns ohne Sinn und Grund.

Die Pforte, die sich dort geöffnet,
Übersät mit Asche, Lava, glühend.
Das Pech aus diesem Tore tröpfelt,
Feuer aus der Tiefe sprühend.

Ein schwarzer Pfad folgt seinem Gang,
gezeichnet von Verwüstung und Tod.
Wieso die Kreatur aus der Hölle sprang,
ein Wesen, das es zu den Schmerzen zog?

Die Schmerzen, die es selber schöpft,
das Grauen, für das es sich verzehrt,
die Agonie, an der es sich ergötzt
und in ihr nur das Leid vermehrt.

Welcher Gruft das Wesen entsprang?
Vertrieben vielleicht und fortgejagt.
Wieso es sich in dieser Welt verfang
und seiner schrecklichen Welt entsagt?

Doch auch kein Platz ist ihm in dieser,
erleidet es doch Niederlagen.
Ein infernalisch keuchend Kriecher,
der rastet voller Unbehagen.

Es verspürt die Anziehung der andren Welt,
ein teuflisch frenetisches Verlangen.
Es scheint, als ob es ihm nicht gefällt,
die Welt voll Anmut und Erbarmen.

Es stolpert qualmend rückwärts durch das Tor,
verliert sich selbst in Dunkelheit.
Doch es für sich die Rache schwor,
um wiederzuerstehen in finstrer Zeit.

Braucht das Volk das elemtare Böse,
zu Einheit und Harmonie zu finden,
Sich aus der Umarmung der Schatten zu winden
und sich von der Finsternis löse?


 
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