Geisings Wildpark will auf Tschechisch werben

Von Maik Brückner
Ein Unternehmer hat die ersten 500 Euro spendiert. Der Zweckverband will auch an Wander- und Radwegen werben.
Der Geisinger Wildpark will in Zukunft noch mehr tschechische Besucher werben und ihnen den Besuch der Anlage damit versüßen, dass sie die Erklärungen zu den Tieren in ihrer Muttersprache lesen können. Darauf verständigten sich die Mitglieder im Zweckverband, sagt deren Geschäftsführerin Katrin Bachmann.
Der Anstoß dazu kam von Frank Schiebel, Chef der Krietzschwitzer Obstscheune. Der gebürtige Liebenauer ist dem Wildpark seit seiner Gründung als Sponsor verbunden und deshalb auch daran interessiert, dass er sich weiter entwickelt. So ist Schiebel aufgefallen, dass Einrichtungen wie die Festung Königstein oder das Schloss Weesenstein seit Längerem Exponate auf Tschechisch ausgeschildert haben. Nun sollte auch der Wildpark auf die Besucher aus dem Nachbarland eingehen. Deshalb spendete er 500 Euro. Das werde nicht reichen, räumt der Unternehmer ein, sollte aber ein Anfang sein. Im Zweckverband wurde das dankbar aufgenommen, denn auch im Wildpark hat die Zahl der Besucher aus dem Nachbarland seit dem vergangenen Jahr spürbar zugenommen, sagt Frau Bachmann. In den vergangenen drei Jahren habe sich der Anteil der tschechischen Besucher fast versechsfacht, ergänzt Wildparkchef Thomas Kirsten, zugleich Altenbergs Bürgermeister. Deshalb sollen die Tafeln im Wildpark und ausgewählte Schilder, die an Wander- und Radwegen zur Einrichtung weisen, zweisprachig verfasst werden. Weil das nicht ganz billig ist, wollen der Zweckverband und die Stadt Altenberg als Betreiber zunächst versuchen, dafür Fördermittel zu bekommen. Deshalb soll erst einmal ein Projekt gemacht werden. Sollte es keine Fördermittel geben, will Altenberg auf eigene Kosten neue zweisprachige Schilder aufstellen. Diese Ausgabe wird sich rechnen, meint Kirsten, weil dadurch noch mehr Besucher aus Tschechien kommen würden.
17.05.2011
Quelle: Sächsiche Zeitung


Tillich fordert Sachsens Schüler zum Sprachenlernen auf

Dresden
Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) hat Jugendliche zum Erlernen von Fremdsprachen ermuntert."Sächsisch reicht nicht", sagte er gestern beim bundesweiten "EU-Projekttag" an einem beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft in Dresden. Man müsse in der Lage sein, sich mit anderen Menschen austauschen zu können. Tillich empfahl umfassende Sprachkenntnisse. "Sie kommen mit einer Fremdsprache sowieso nicht um die Welt." Er rate deshalb zu einer westeuropäischen Sprache wie Englisch oder Spanisch und einer slawischen Sprache. "Die musik spielt heute nicht nur in London, sondern auch in Warschau oder Sofia." Zum "EU-Projekttag" waren am Montag Minister und Staatssekretäre an sächsische Schulen gegangen.
17.05.2011
Quelle: Sächsiche Zeitung
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