Deutsche Schülerakademie Braunschweig 2015

Die Deutsche Schülerakademie (DSA) fand im Sommer statt, zu verschiedenen Zeiten auch an verschiedenen Orten. Ich selbst war in Braunschweig und verbrachte zweieinhalb Wochen mit Gleichaltrigen, die einen aus sechs verschiedenen Kursen besuchten: Topologie, Strömungslehre, Psychologie, Algorithmen in der Kunst, Krieg und Frieden oder Journalismus. Der Grund für meine Wahl der Strömungslehre, war wahrscheinlich der eher reißerische Titel: „Warum ein Rasenmäher fliegt und ein Computer das vorher sagt“.
Der Tagesablauf im CJD Braunschweig, welches in dieser Zeit unser Zuhause und auch unsere Schule darstellte, war fast jeden Tag gleich.
Morgens wurde gefrühstückt und danach ins Plenum gegangen, um zu erfahren, was am jeweiligen Tag und in den folgenden anstand, wobei Lockerungsübungen am Morgen immer unter genervter Beteiligung der Teilnehmer dazugehörten. Dann folgte die Kursschiene, also im Prinzip Unterricht, aber natürlich sehr locker und ohne Druck und mit entspanntem Umgang mit den Kursleitern. Danach war das Mittagessen an der Reihe und dann eine KüA-Schiene.
Teilnehmer der DSA konnten Kursübergreifende Angebote (KüAs) planen, an denen Interessierte teilnehmen konnten. Dabei erstreckte sich das Angebot von Fußball über Schach bis hin zu Theater.
Parallel zu den KüAs fand nach dem Mittagessen der Chor statt, den ich regelmäßig besuchte.
Außerdem spielte ich Schlagzeug in der kleinen DSA-Band, mit der ich mich meistens am Abend traf. Wahlweise stand auch ein Orchester zur Verfügung. Das regelmäßige Üben diente der Vorbereitung eines Auftritts am Ende der Akademie in Braunschweig, der auf positive Resonanz traf und natürlich auch uns als Beteiligten großen Spaß bereitet hat.

Nach dem Chor folgte jeweils die nächste Kursschiene in der ich wieder viel über Strömungsmechanik lernte und auch einmal selbst einen Vortrag zu Rohrströmungen hielt. Abends gab es noch Essen und wie gesagt meistens die kleine Bandprobe und dann bis spät in die Nacht KüAs, was zur kollektiven Übermüdung der Teilnehmer führte und die Notwendigkeit schuf, Selbstdisziplin zu zeigen und einigermaßen früh ins Bett zu gehen, was mir sogar erstaunlich gut gelang.
Ein Kurskamerad taufte die DSA aufgrund dessen in „Deutsche Schlafentzugsanstalt“ um, was denke ich für viele Teilnehmer zutreffend war.
Aber genug vom Alltag. Neben diesem geregelten aber spannenden Ablauf konnte man viele nette Leute kennenlernen, die meistens ähnlich „verrückt“ waren wie man selbst.
Eine große Chance war es außerdem mit den Kursleitern zu sprechen. Andrea und Stefan, welche mich „unterrichteten“, haben zum Beispiel beide in Stuttgart nach einem abgeschlossenen Studium der Luft- und Raumfahrttechnik promoviert . Somit war es möglich sich über Studiengänge und -möglichkeiten zu informieren und zu erfahren, ob die jeweilige Thematik eine Option sein könnte. Am Anfang etwas verwunderlich, aber praktisch war dabei auch, dass man von Beginn an mit allen Verantwortlichen per Du aggierte.

In diesem Sinne ist die Deutsche Schülerakademie also nicht nur eine Möglichkeit der persönlichen Weiterbildung, sondern auch der Studienorientierung und vor allem ein Ort für viel Spaß mit netten neuen Leuten, sei es im Kurs, in den KüAs, im Chor oder zwischendurch


Lukas Gerlach
Klasse 12
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