Schnelligkeit zählt - Schulsanitätsdienst an Außenstelle Altenberg

Plötzlich klingelt das Handy- laut und mitten im Unterricht. Der Lehrer lächelt wohlwollend und eine Schülerin verlässt schnell das Klassenzimmer, um besser telefonieren zu können. Eine Ausnahme? Nein. Seit Schuljahresbeginn haben bereits mehrmals Mädchen und Jungen des Altenberger Gymnasiums den Unterricht fluchtartig verlassen. Und daran wird sich auch sobald nichts ändern. Aber warum?

Annemarie Fritsch, Lisa Gutte, Stephan Hartmann und Hannes Biesert, aus den Klassen Zehn bis Zwölf gehören zum Schulsanitätsdienst an der Außenstelle in Altenberg.

Lisa erläutert dazu: „Was zu DDR-Zeiten in Schulen als vollkommen normal und selbstverständlich galt, beginnt in den Schulen nun allmählich wieder Gefallen zu finden. Die Rede ist von einem Schulsanitätsdienst, damals besser bekannt als Junge Sanitäter bzw. Rotkreuzaktiv.

Diese Arbeitsgemeinschaft stellt während der Unterrichtszeiten oder außerhalb zu schulischen Veranstaltungen die medizinische Versorgung sicher bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Viele Schulen in Deutschland sind wieder dabei eine derart wichtige Arbeitsgemeinschaft ins Leben zu rufen. So auch Schulen hier in der Umgebung.

Seit letztem Jahr gibt es nun auch am „Glückauf“-Gymnasium Altenberg solch einen Sanitätsdienst, der sich um verletzte Schüler oder auch Lehrer kümmert und medizinisch richtig behandelt.

Die Schüler/Innen wurden beim Deutschen Roten Kreuz zum Sanitäter ausgebildet und sind damit bestens für den Ernstfall gewappnet. Conny Lohse, die Leiterin des Schulsanitätsdienstes, übt mit den Schüler regelmäßig, damit alles klappt, wenn es ernst wird. Alarmiert werden die beiden diensthabenden Schüler über ein Handy, welches sie auch im Unterricht mit sich tragen dürfen. Erhalten sie einen Anruf durch einen Lehrer oder die Sekretärin, haben sie die Erlaubnis, schnell zum Patienten eilen zu können.

Die Schule hat außerdem ein separates Zimmer für den Schulsanitätsdienst mit einer Liege und einem Schrank, in dem sich notwendige Utensilien für die Erste Hilfe sowie ein Sanitätsrucksack befinden, eingerichtet. Dieses Zimmer befindet sich gleich gegenüber dem Lehrerzimmer und auch in der Nähe des Sekretariats, also optimale Voraussetzungen. Natürlich verlassen die vier Schüler in absehbarer Zeit die Schule. Aber auch daran wird gedacht. Damit der Schulsanitätsdienst weiterhin funktionieren kann, werden momentan Schüler jüngerer Klasse angelernt und ausgebildet, damit auch diese eines Tages in die Fußstapfen ihrer Vorgänger treten und im Notfall schnell helfen können.

Lisa Gutte
Karin Fritzsche

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