Mit Nobelpreisträgern und Nachwuchswissenschaftlern
zum wissenschaftlichen Frühstück plaudern…



Einmal ganz ungezwungen mit einem Nobelpreisträger beim Frühstück zu plaudern - dazu hatte Frau Härtel kürzlich Gelegenheit. Unsere engagierte Fachlehrerin für Biologie und Chemie konnte zur jährlichen Nobelpreisträgertagung nach Lindau fahren.

Wie kam sie dazu?
Auch die größte Wissenschaftskarriere beginnt in der Schule. Wer schon in jungen Jahren für Naturwissenschaften begeistert wird, der hat Potential Großes zu leisten. Deswegen werden im Rahmen des Impulsprogramms "Teaching Spirit" seit 2011 jedes Jahr ausgezeichnete Lehrer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zu den Lindauer Nobelpreisträgertagungen eingeladen. Frau Härtel wurde zunächst in Sachsen vom Landesverband der Biologen mit 5 weiteren Ausgewählten für diese Auszeichnung empfohlen. Sie gehört zu den Fachlehrern, die u.a. für ihren innovativen Unterricht, insbesondere der Etablierung des Profilunterrichts sowie für die Durchführung vieler außerschulischer Projekte ausgezeichnet wurde.
20 Teilnehmer wurden von der Partnerorganisation der Lindauer Tagungen nominiert. Darunter die Robert Bosch Stiftung, die Internationale Bodenseekonferenz, die Deutsche Telekom und die Vodafone Stiftung Deutschland.

Was erlebte sie zu dieser Tagung?
Rund 600 Nachwuchswissenschaftlern aus 80 Ländern, trafen sich vom 29 Juni bis 4. Juli zur jährlichen Tagung der Nobelpreisträger in Lindau. Es waren 37 Nobelpreisträger an den Bodensee gekommen. Früh um sieben begannen die Tage mit einem "wissenschaftlichen Frühstück". Danach standen Vorträge der Nobelpreisträger und Podiumsdiskussionen auf dem Programm. Es wurde hauptsächlich über Themen aus der Krebsforschung, AIDS-Therapien und Fragen der Zellalterung gesprochen, in englischer Sprache versteht sich.

Jungen Wissenschaftler stellten ihre Forschungsprojekte vor und diskutierten mit ihren Vorbildern. Beeindruckend sind die Biografien der Nobelpreisträger, die ihre Leben der wissenschaftlichen Forschung gewidmet haben und Höchstleistungen in einem langen Zeitraum erreichten. Das war auch Motivation für die Jungwissenschaftler.

Unter den Nobelpreisträgern in Lindau waren Werner Arber (Entdecker der DNA- Scheren, Restriktionsenzyme), Françoise Barré-Sinoussi (Entdeckerin des HIV, Elizabeth Blackburn (Entdeckerin der Telomerasen), Randy Schekman der 2013 zusammen mit James Rothman und Thomas Südhof den Nobelpreis für Medizin erhalten hatte, Bruce Beutler (Nobelpreis 2011) und der deutsche Mediziner Harald zur Hausen (Nobelpreis 2008, The role of human papilloma viruses (HPV) in cervical cancer.). Die Nachnutzung der Inhalte der Tagung im Oberstufenunterricht ist über die neu gestaltete The Lindau Mediatheque möglich: Vorträge der Nobelpreisträger, virtuelle Laborrundgänge mit den Preisträgern, u.a.

Educate. Inspire. Connect. The Lindau Nobel Laureate Meetings
Die drei Wörter im Slogan der Tagung waren genau die Eindrücke, die man von der Tagung mit nach Hause genommen hat. Alle anwesenden Lehrer fühlten sich sehr geehrt und bestätigt in ihrem Engagement für die Schüler und die Lebens- Wissenschaften. Einziger Wermuttropfen der Veranstaltung waren die Schlussworte, die die Gräfin Bettina Bernadotte als Präsidentin der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen an die Teilnehmer richtete: Teilnehmen an dieser Veranstaltung könne man nur einmal im Leben, es sei denn, man bekäme den Nobelpreis verliehen.


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