Musical 2008 - das war `s mal wieder



Waren es Tränen der Erleichterung, des Abschiedsschmerzes oder einfach nur Freude über das Erreichte in den Augen der Ariel-Darstellerin Juliane und einiger anderer Akteure im Finale der letzten "Footloose" - Aufführung? Es trifft wohl alles zu, denn vor wenigen Wochen sah es noch nicht so aus, dass auch dieses Projekt so gut gelingen würde.

Schuld daran war die Stagnation der Probenarbeit durch v. a. technische Probleme, denen das emsige Team um Herrn Ebert nicht mehr ohne professionelle Hilfe gewachsen war. Das Tanzmusical erforderte z. B. die Anschaffung und den Einsatz von Headsets. Ein vergleichbares Projekt gab es bisher nicht. Die musikalischen, spielerischen und bühnenbildnerischen Ansprüche bei den "Gripstheater "-Musicals "Linie 1" oder "Cafe Mitte" waren auch schon sehr hoch. Aber die Verbindung von Musik, Sprechparts, Liedern und auch noch Tanz war noch nie so gefragt wie bei "Footloose", einem international bekannten und beliebten Stück.

Die umfangreichen Songs wiederum gingen schnell ins Ohr und sind z. T. schon vielen bekannt gewesen - ein unbedingtes Plus. Bandproben begannen übrigens schon lange vor der eigentlichen "heißen Phase". Die Handlung dagegen wirkte zunächst etwas antiquiert oder so "amerikanisch", doch nach und nach entdeckten wir auch sowohl nachdenkliche, als auch humorvolle Akzente, die nur herausgearbeitet werden mussten.

Wie kann ein vielseitig begabter 17-jähriger Schüler sich in die Lage versetzen, seinen 17-jährigen Sohn bei einem Unfall verloren zu haben und auch noch Prediger zu sein? Tom Schulz (Referend Moore) hat es eindrucksvoll bewiesen und auch um jeden richtigen Ton erfolgreich gekämpft. Toll!

Genauso beeindruckend und überzeugend waren die Leistungen der Hauptdarsteller Juliane Wagner (Ariel) und Christoph Liebscher (Ren). Mit scheinbarer Leichtigkeit sangen und spielten sie sich in die Herzen der Zuschauer und zeigten auch schon bei den Proben ein hohes Maß an Disziplin und Einsatzbereitschaft. Dies trifft allerdings auf die meisten zu, auf, hinter, vor und neben der Bühne. Unsere Neulinge Cora Schaal (Rusty) und Fanny Pätz (Vi Moore) zum Beispiel übten immer wieder ihre Songs, um wirklich das Beste zu geben. Aber auch die immer hilfsbereite Anika Jübner (Rens Mutter), die Energiebündel Jenny Leipert (Urleen) und Janine Noack (Wendy Jo) oder die bewusst und diszipliniert arbeitende Kristin Eckert (mehrere Rollen) zeigten anerkennenswerte Leistungen.

Die Aufzählung ließe sich fortführen. Henning Kubatzsch darf ich auf keinen Fall vergessen, denn soviel Natürlichkeit und sängerisches Naturtalent hat kein anderer auf die Bühne gebracht. Abschließend möchte ich stellvertretend für andere noch Nadja Landsmann (Barsängerin) erwähnen, die jüngste Darstellerin im Team, die Hoffnung auf künftige Musicalaufführungen zulässt…

Zurück zu den Tränen, denn die des Abschieds haben unsere Zwölfer zu vergießen, Schlagzeugerin Diana Schwenke war 7 Jahre dabei! Die alten Hasen Juliane, Anika, Lukas, Anne W., Felix, Anne G., Luisa, Christoph werden uns genauso fehlen wie die "Neulinge" Janine, Paul, Oliver, Cora und Kristin. Stolz auf das Erreichte können sicherlich alle zusammen sein, denn die Zuschauerzahlen sprechen für sich. Gerade bei den letzten Veranstaltungen fanden sich Leute im Publikum, die eigentlich gar nichts mit unserer Schule zu tun haben, denen aber die Aufführung empfohlen wurde. Nur schade, dass keine Fotos oder Aufzeichnungen von der Inszenierung gemacht werden durften, die urheberrechtlichen Bestimmungen sind sehr streng.

Doch die Eindrücke halten ganz bestimmt eine Weile vor. Bis zum nächsten Mal! Oder?
Frau Borrmann, war es nun wirklich das letzte Mal?

Die Kassiererin



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